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 18 Jan 2004, 18:48
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Straight Esh         
Punkte: 14030
seit: 01.10.2003
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Dresden hat ein Problem, vor dem Hochschulen wie Leipzig, Weimer etc. nicht stehen. Denn im Gegensatz zu Dresden befinden diese sich im Streik. Streik bedeutet ungefähr das gleiche wie in bei Unternehmen. Nämlich dass man nichts macht. Klingt jetzt erstmal ganz toll, genau darauf geschaut bedeutet es aber, dass streikende Studenten eventuell keine Prüfung ablegen dürfen (oder können) und im schlimmstenfall auch noch das Bafög des Streiksemester zurückzahlen müssen. Also eine sehr kritische Angelegenheit. Und wenn man also so sein Semester auf den Müll geworfen hat (wobei ich nicht glaube, dass alle in Leipzig wissen, worauf sie sich da eingelassen haben), ist es natürlich leichter dauernd Aktionen auf die Beine zu stellen und zu demonstrieren. D.h. die Studenten dort befinden sich quasi in einem Zustand, in dem sie nicht viel anderes machen können als demonstrieren.
Hier in Dresden sieht es anders aus. Hier gibt es keinen Streik und hier interessieren sich die Studenten auch nicht für die Zustände an der Hochschule. Man kann froh sein, wenn ein xbeliebiger Student überhaupt schon mal den Namen "Hochschulpakt" kennt. Wenn man jetzt die Massen für eine Demo mobilisieren soll, ist das schon schwer genug. Muss man sie jetzt für 3 hintereinander mobilisieren hat man das Problem, dass zur 3ten gar keiner mehr geht.
Die Umfrage hat insofern nicht allzuviel damit zu tun, da sie für den StuRa nicht bindend ist. Er kann sich daran halten, oder auch nicht. So unterschiedlich wie sie ausgefallen ist, sind auch beide Seiten vertretbar.
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bonum agere et bonum edere, sol delectans et matrona delectans (Verlängere dein Leben indem du hier und hier und hier und hier klickst!)
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 18 Jan 2004, 20:54
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Freidenker   
Punkte: 275
seit: 24.05.2003
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Hochschulpakt schlägt sich, Hochschulpakt verträgt sich!
Was man bräuchte wären zunächst mal klare Aussagen von Land und TU wie sie sich die Studienfinanzierung zukünftig vorstellen. Im Moment weiss ich nämlich gar nicht gegen was eigentlich demonstriert wird - der eine sagt hü, der andere hott! Wie könnte das Studium zukünftig finaziert werden, was denkt ihr?
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tragt eure silberhütchen!
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 19 Jan 2004, 10:15
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Straight Esh         
Punkte: 14030
seit: 01.10.2003
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Ist ganz logisch, dass sich die Landesregierung zu keiner konkreten Aussage hinreißen lassen will und den Hochschulpakt ganz frenetisch feiert. Den im September ist wieder Wahl (ja es ist soweit, ich hau denen wieder auf die Fresse, wahrscheinlich müsste man PDS wählen, aber selbst die waren ja, weil mit 20% im Landtag vertreten, mit ihren Aussagen für oder gegen Studiengebühren sehr vorsichtig). Und für eine Wahl, dass wissen alle Politiker, darf man keine Reizthemen anfassen. Am besten nur Themen, auf denen man prima rumdiskutieren kann, die aber keinen größeren Stellenwert haben. So werden die Themen Hochschulpakt (der mitnichten eine Planungssicherheit für die Hochschulen erlaubt) und Studiengebühren (die von Rößler verneint, und von Milbradt bejaht werden) aussen vor bleiben. Es wird keine konkreten Positionierungen zu Kürzungen beim Studentenwerk geben und die Hochschullandschaft ist eitel Sonnenschein.
Aber lass die Wahl vorbei sein. Wir werden zu hören bekommen: a) In Sachsen wird es 600 Euro Studiengebühren (mindestens). B) Das Studentenwerk ist immer noch viel zu teuer, wir müssen noch stärker kürzen. c) Was geht uns der Hochschulpakt an, Haushaltssperre von 30% d) Elite-Uni ist der beste Vorschlag den die SPD jeh gebracht hat. e) Dresden oder Leipzig braucht selbstverständlich die Förderung als Elite-Uni. Was aus den anderen Hochschulen wird, ist egal. Da die Studentenzahlen eh auf die Hälfte sinken werden, können wir ja einzelne Fachbereich (wie jetzt schon Jura) in die andere Hochschule eingliedern.
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 19 Jan 2004, 12:18
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Neuling
Punkte: 4
seit: 18.01.2004
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Nun, das mit dem Streiksemester seh ich ein - mein Bruder steht in Berlin vor genau dem Problem. Nur dasitzen und abwarten und nixtun - und sich hinterher beschweren, das bringt doch auch keine Punkte. Nur scheint es bei uns nichtmal in Puncto Aufklärung gross irgendwas zu geben (Vorsicht - Erstsemestler! also Alles, was vor Oktober 03 war, hab ich nicht mitbekommen), von Aktionen ganz zu schweigen.
Meine Meinung - lieber ein Streiksemester und (vielleicht) was bewirkt, als nix gemacht und sicher der Dumme gewesen zu sein (der bei entsprechender Studigebhöhe sein Studium gleich wieder vergessen kann...)
Und nebenbei - Leipzig befindet sich offiziell im Streik? Ich dachte, die sind im "konstruktiven Streik", sprich es fällt nix aus, weder an Prüfungen noch an Vorlesungen...
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